Expansion: Der Umgang mit emotionalen, energetischen und körperlichen Blockaden

Für mich fühlt es sich so an, als sei dies eine Zeit des Loslassens. Ein Loslassen von allen Konzepten, Mustern und Energien, die nicht zu unserem wahren Wesen gehören. Ich habe noch nie erlebt, dass dieser Prozess so schnell geht, wie in den letzten Wochen und Monaten. Wie also können wir diese Transformation unterstützen?

Das Netz der Erfahrung

Das Hauptproblem, das ich bei mir und anderen Menschen beobachte, ist die Weigerung, wirklich zu fühlen. Letztlich ist das eine Form von Angst vor dem Unangenehmen, ein Verschließen und Abspalten.

Wir können uns vorstellen, dass alle Erfahrungen ihren Ursprung auf der energetischen Ebene haben und durch unsere energetischen Körper in den physischen Körper fließen, um dort gefühlt und ausgedrückt zu werden. Wenn wir ganz offen wären, würde die Energie würde einfach ungehindert durch uns hindurchfließen- das ist aber leider selten der Fall.

Stellen wir uns vor, wir wären ein Netz mit mehr oder weniger feinen Maschen. Wenn unsere Maschen wirklich groß wären, wirklich offen, könnte sich nichts in uns verfangen, es würde einfach durch uns hindurchfließen, kommen und wieder gehen. Je enger aber unser Netz wird und je mehr es verknotet und verdreht ist, desto mehr Unrat verfängt sich darin, desto schwerer wird es.

Loslassen von innen

Wenn wir eine Erfahrung nicht zulassen möchten, weil wir Angst davor haben, oder weil wir einen Knoten im Netz haben, eine Resonanz in uns, in welcher sich die Erfahrung verfängt (=Anhaftung) dann wird der Fluss der Energie durch uns eingeschränkt. Energetischer Unrat beginnt, sich in den Wirbeln unseres Energiefeldes zu verfangen.

In vielen Fällen wurde über die Zeit die Verbindung zwischen dem Emotionalkörper und dem physischen Körper unterbrochen. Dies führt dazu, dass Emotionen m Emotionalkörper abgespalten werden und nicht ausgedrückt und losgelassen werden können. Dies hat im physischen Körper die Form von Verspannungen und Krankheiten – denn die Energie aus dem Emotionalkörper bahnt sich ihren Weg, so oder so.

In meiner Sicht ist der einzige Weg, etwas wirklich loszulassen daher, mitten hineinzugehen, es anzunehmen, auszudehnen, ganz in alle Körper strömen zu lassen und das Netz so weiter und weiter werden zu lassen, damit die Erfahrung durch uns hindurch kann. Irgendwann sind wir völlig offen und alle Erfahrungen des Lebens können durch uns hindurchfließen. Es gibt keine Anhaftung mehr.

Karma

So wie ich Karma verstehe, ist es letztlich nicht viel anderes, als gespeicherte Energien, die wir nicht verarbeitet haben. Karma wird im sogenannten Kausal-Körper gespeichert, der noch feiner ist, als der Mental- und Emotionalkörper. Wenn wir bis in diese Tiefe vordringen, fließt die Erfahrung in die niedrigen Körper und wird durch den Mental-, Emotional- und den physischen Körper verarbeitet – wir haben dann eine Erinnerung oder Rückführung.

Letztlich ist die Arbeit mit Karma nicht verschieden von der Arbeit mit Traumata aus diesem Leben – der Ansatz ist in beiden Fällen der gleiche. In meiner Perspektive ist es so, dass wir zunächst meist mit Dingen aus diesem Leben konfrontiert werden (die natürlich auch einen karmischen Ursprung haben). Die unteren drei Körper werden zunächst gereinigt, voll aktiviert (das Netz wird weiter) und der Fluss wieder hergestellt. Dadurch steigt unsere Schwingung, was dann die höheren Körper stärker aktiviert. So beginnen wir etwas später auf unserer Reise, vermehrt Karma zu verarbeiten.

Prozess zum Auflösen von emotionalen, energetischen und körperlichen Blockaden

Wie können wir unser Netz weiter machen? Wie arbeitet man mit Emotionen oder energetischen Blockaden? Ich denke der Prozess läuft in mehreren Schritten:

  1. Wir nähern uns der Blockade in einem sicheren Raum (Überwindung der Angst zu fühlen)
  2. Wir fühlen sie, so tief wir können
  3. Wir expandieren sie (Bewusstsein/Licht in die Blockade bringen, Fluss wieder herstellen)
  4. Loslassen geschieht

1.
Die meisten Blockaden kommen von Erlebnissen, die für uns mehr oder weniger traumatisch waren. Die Blockade ist so etwas wie ein natürlicher Angst-Reflex, der uns davor schützt, dass wir von einem Erlebnis überwältigt werden. Wenn unser Geist merkt, dass etwas „zuviel“ ist, kappt er die Verbindnung zwischen Emotionalkörper und physischen Körper, eine physische Verspannung geschieht und das Erlebnis ist unaufgelöst im Emotionalkörper eingeschlossen.

Ich habe gerade ein Interview mit einem Bodyworker geführt, der dies als „Einfrieren“ beschreibt. Der erste Schritt ist also, sich behutsam der Blockade zu nähern und den Körper zu überzeugen, dass er die Erfahrung nun in einem geschützten Rahmen verarbeiten kann und der verschließende Angst-Reflex nicht mehr benötigt wird.

2.
Erst dann wird unser Körper zulassen, dass wir wirklich fühlen können, das Netz wird aber noch sehr eng sein, den der Körper öffnet sich nicht plötzlich sperrangelweit, sondern sehr langsam.

3.
Der nächste Schritt besteht also darin auszudehnen, zu expandieren, die „Kruste“ aufzuweichen, die sich um die Angst gebildet hat. Wir könnten das die „Dunkelheit“ nennen, die nun wieder mit der Räumlichkeit und dem Licht unseres Bewusstseins gefüllt wird.

4.
Loslassen geschieht dann von alleine. Wenn die Öffnung groß genug ist, wenn wir groß genug sind, werden die Energien und Emotionen fließen und sich dadurch auflösen.

Expansion

Das primäre Prinzip spirituellen Wachstums scheint mir Expansion (Ausdehnung) zu sein. Expandieren ist deshalb auch eine zentrale Technik, mit der man sich fast allen Dingen nähern kann.

Bei aller Expansion ist es jedoch meine Erfahrung, dass es ein zentraler Punkt dieser Arbeit ist, ganz nah bei den Körper-Empfindungen zu bleiben. Denn woher wissen wir, dass wir eine Emotion haben? Es ist eine Empfindung, die ganz spezifische Symptome in unserem physischen Körper verursacht. Der physische Körper ist unser Instrument der Erfahrung und in den meisten Fällen müssen wir zulassen, dass eine Erfahrung frei durch alle Körper fließt – bis in den physischen.

Zwar wird unsere Wahrnehmung zunehmend auch die feineren Körper umfassen, die wir bald ebenso fühlen können, wie unseren physischen Körper, aber meine Erfahrung ist, dass die Öffnung des physischen Körpers ein zentraler Punkt ist. Deshalb empfehle ich sehr, neben der Meditation auch Körperarbeit zu machen (zum Beispiel Cranio-Sacral und Osteopathie für Phase 1, und Akupressur und energetische Massagen für Phase 3), zu tanzen (z.B. 5 Rhythmen) und etwas wie Yoga oder Stretching zu praktizeren. Es hat einen Grund, dass alte Traditionen wie Yoga, zuerst den Körper vorbereitet und dort Verspannungen gelöst haben, bevor mit energetischer Arbeit begonnen wurde.

Das Prinzip der Expansion ist sehr einfach:

1. Fühle das Symptom: Wo ist es in deinem Körper? Wie kannst du es dort wahrnehmen? Welche Form hat es? Wo sind seine äußeren Grenzen?

2. Du gehst mitten hinein. Stell dir vor, du würdest das Symptom umarmen, damit kuscheln, dich an es schmiegen, hineinsinken. Egal wie unangenehm das Symptom sein mag: Geh mit deinem Licht mitten hinein!

3.Du beginnst, Energie und Licht in das Symptom hineinzuatmen. Beim Einatmen Energie aufnehmen, beim Ausatmen lässt du dich immer tiefer hineinsinken, kuschelst dich immer mehr hinein – mit all deiner Hingabe.

4. Bleib auch beim Körper: Gibt es neue Körperempfindungen? Zu welchen Gefühlen und Emotionen führen sich dich? Möchten sie sich ausdrücken, vielleicht über die Stimme?

5. Führe diesen Prozess so lange durch, wie du kannst. Bleib bei der Erfahrung, fühle so tief, wie du kannst.

Diese Meditation kann mit energetischen, emotionalen und körperlichen Problemen gleichermaßen durchgeführt werden. Sie eignet sich auch, um Energiezentren und Chakren zu öffnen. Mit der Zeit lernt unser System, dass wir keine Angst vor Emotionen haben müssen. Sie sind nur eine Erfahrung, die kommt und geht. Die Angst nimmt ab und die Selbstliebe zu. Wir können uns mehr öffnen.Wir erfahren, dass wir der Raum sind, in dem alles stattfindet, dass Emotionen uns nicht verletzten können. Dies macht das Loslassen sehr viel einfacher.

Viel Spaß beim Expandieren!

 

Bilder: Netze: Bestimmte Rechte vorbehalten von Joost J. Bakker IJmuiden, Sonne & Bäume: Bestimmte Rechte vorbehalten von prayerfriends, Universum: Bestimmte Rechte vorbehalten von NASA

 

10 Kommentare zu „Expansion: Der Umgang mit emotionalen, energetischen und körperlichen Blockaden“

  1. Das Netz des sich Mitteilens

    Hallo David,

    sehr schöne Anleitung zum "Expandieren". Danke sehr. Es ist erfrischend dich zu lesen.
    Ich möchte gerne etwas dazu beitragen.

    Das Netz der Erfahrung
    – wenn das Netz tatsächlich eines "der Erfahrung" ist, dann sind, nach meiner Empfindung, enge Maschen sinnvoller als zu weite: enge Maschen empfinde ich als Synergien die sich nur dann bilden können, wenn die Erfahrung des Einzelnen offen, unbewertet und bedingungslos allen Anderen mitgeteilt wird – so kann jeder aus dieser Erfahrung in seiner Art und Weise lernen und, sich darauf stützend, neue Erfahrungen machen, die dann dem morphogenetischen Feld mit Hingabe, zum Wohle aller Wesen, hinzugefügt werden können. Das was ich heute beobachte ist leider immer noch überwiegend das Gegenteil: jeder versucht "seine" Erfahrung zu "schützen", für sich zu "verwerten" und verneint einfach die Tatsache, dass es in dieser Zeit keine getrennte Erfahrungen mehr möglich sind – Tatsache ist, dass wir gemeinsam von einander abhängig sind und, auch wenn oft unbewusst, eine gemeinsame Erfahrung gerade jetzt zusammen erleben. Ich bin dafür, dass wir in diesem Sinne bewusst "enger" zusammenrücken, statt uns von einander weiterhin illusorisch zu entfernen.

    Los lassen von innen
    – wenn wir nicht mehr im Innen anhaften, dann können wir uns, ohne Angst was zu verlieren, offen allen anderen mitteilen – ich erlebe es selbst immer wieder, dass eigene Offenheit sehr befreiend wirkt und Vertrauen erzeugt. Ich verstecke mich nicht und durch mein "mich zeigen" erzeuge ich Mut, dass es mein Gegenüber, in seiner eigenen Weise, es auch tut. Davon haben wir alle was und ich habe so das dringende Gefühl, dass es letztendlich nur darum geht …

    Viele Grüße
    Cristian

    1. Bilder

      Hallo Cristian,

      ich glaube, wir haben uns in Bezug auf das Netz falsch verstanden. Es geht mir dabei um die Offenheit gegenüber Erfahrungen  – vs. Anspannung, Blockierung, Abspaltung. Ein weit offenes Netz wäre in meinem Bild die absolute, wertfreie Bereitschaft zu Erfahrung.

      Ich stimme mit dir darin überein, dass die Summe des menschlichen Bewusstseins ein gemeinsames Feld bildet – ein kollektives Bewusstsein. Gerade seit Ende letzen Jahres findet hier sehr viel Bewegung statt. Alle einzelnen Erfahrungen haben in der Tat ein Feedback in das Feld und verändern es. Je offener der Einzelene wird, desto offener wird auch das Feld. Daher kann ich deiner Perspektive zur Enge nicht ganz folgen. Aber das liegt wohl daran, dass wir mein Bild anders verstanden haben.

      In meiner Wahrheit, gibt es nur ein einziges Wesen. (Interessant, dass es auch sprachlich keine Mehrzahl von 'Bewusstsein' gibt, oder?) Wir sind weder Person, noch Seele, noch Kollektiv, sondern nur reines Gewahrsein der Quelle, die durch uns alle erfährt. Es sind die Anhaftungen, Verdrehungen und Blockaden in unserer Energie, um die herum wir eine Identität bilden, die sich dann mit der Expansion des Bewusstsein nach und nach wieder auflöst. Das ist zugegeben eine sehr absolute Perspektive 😉 Innerhalb der Geschichte gibt es sehr wohl eine Erfahrung und Reise als Person, als Kollektiv und als Seele und diese Perspektive hat dieselbe Berechtigung, auch wenn sie oft als Illusion bezeichnet wird.

      Für mich ist die individuelle Seele jedoch die deutlich höhere Perspektive als das Kollektiv. Das kollektive Bewusstseinsfeld der Menschen speist sich in meiner Wahrnehmung aus den Emotional- und Mentalkörpern. Die Seele ist viel größer als das.

      Ich glaube auch, dass wir näher zusammenrücken müssen, aber in meiner Perspektive geht dies nur über den individuellen Weg nach innen. Auf der Ebene der Persönlichkeit werden wir uns nie wirklich treffen können. Als Seelen sind wir uns näher, als alles, was wir uns vorstellen können.

      Es gibt Menschen, die das ganz anders sehen, und Gaia und alle Lebewesen auf ihr als eine Art Kollektivseele wahrnehmen, ein einziges Wesen, das ist auch eine sehr interessante Sichtweise. Ich empfinde es jedoch anders.

      Viele Grüße

      David

       

       

      1. Gemeinsame Sprache und die Seele

        Hallo David,

        so merkt man deutlich wie schwierig es ist einem Anderen die eigene Vorstellung mit Worte zu beschreiben – man braucht dafür zuerst eine gemeinsame Sprache. Ich hatte es vermutet, dass du es so meinst, wie du es jetzt klarer beschrieben hast. Dem Bild stimme ich so auch zu. In meinem Bild brauche ich dann nur das Wort "Enge" mit "Verbindung/Verbundenheit" zu ergänzen und schon entsteht Verständigung – ein Netz aus einzelnen und einmaligen, offenen, bewussten Wesen, die sich mit einander "eng verbunden" empfinden und das gemeinsame Feld dadurch erschaffen und nähren. Jedes Wesen auf ihrem einzigartigen Weg nach Innen, zu der bewussten (wieder)Verbindung mit Dem aus dem sie entsprungen sind.

        Der Weg im Außen ist und bleibt auch einzigartig – da unsere Wahrnehmung nicht anders sein kann als subjektiv und vom Kontext und verwendeten Paradigma abhängig, so gibt es wahrscheinlich keinen verwirklichbaren Weg uns so näher zu  kommen, als bis zur Entwicklung einer gemeinsame, jedoch nicht vollkommenen Sprache.

        So kommen mir Gedanken über die Seele und wie du sie definierst und ich merke, dass ich dabei deine Vorstellung nicht wirklich nachvollziehen kann, noch nicht …

        Ich persönlich habe keine klare Vorstellung über eine "Seele", empfinde mich jedoch mit Allem auf einer Ebene verbunden auf der wir uns, wie du auch schreibst, "näher" sind "als alles, was wir uns vorstellen können".

        Vielleicht sind wir, und zwar jeder von uns, nur einzelne, gleichwertige Instanzen einer Schöpfung, die sich durch uns Bewusstheit erschlossen hat – so würden wir stets "alles" in unserem jeweiligen Sein beinhalten und trotzdem nur das erleben was wir uns bewusst entscheiden zu manifestieren …?

        Viele Grüße
        Cristian

        1. Seele

          Cristian,

          du schreibst:
          "Vielleicht sind wir, und zwar jeder von uns, nur einzelne, gleichwertige Instanzen einer Schöpfung, die sich durch uns Bewusstheit erschlossen hat – so würden wir stets "alles" in unserem jeweiligen Sein beinhalten und trotzdem nur das erleben was wir uns bewusst entscheiden zu manifestieren …?"

          Das ist ungefähr, wie ich Seele definieren würde 😉 Nun wird es sehr theoretisch, was ich so gut es geht zu vermeiden suche. Meine Vorstellung wäre ungefähr soe. Für mich ist die Seele kein "Wesen", sondern mehr eine Art Perspektive des Gewahrseins, die Erfahrung des einen Bewusstseins an einem bestimmten "Punkt". Als Bild könnte man vielleicht einen Lichtstrahl der Sonne nehmen: Der Strahl ist nicht die Sonne und auch nicht die anderen Strahlen, er ist eigentlich gar nichts in sich, sondern nur durch die Sonne.

          Aber wie um die Persönlichkeit, so bildet sich auch um die Seele eine Identifikation, die viele Millionen Jahre überdauern kann,  so dass sie wie ein Wesen erscheint.

          Grüße

          David

          1. Persönlichkeit und Identifikation

            Hallo David,

            ja, das Theoretisieren ist verführerisch und das Thema so tiefgehend, dass es den Rahmen deines Artikels bei weitem sprengen würde. Vielleicht wäre es besser es als Forumsthema zu eröffnen und uns dort, wenn genehm, weiter auszutauschen. Würde mich freuen.

            Jedoch, ein letztes Wort, denn mit deiner letzten Aussage hast du mich etwas verwirrt. Du schreibst:
             "Aber wie um die Persönlichkeit, so bildet sich auch um die Seele eine Identifikation, die viele Millionen Jahre überdauern kann,  so dass sie wie ein Wesen erscheint."

            Ich versuch erst gar nicht durch meinen Filter zu deuten, sondern frage ich dich lieber direkt: Wie meinst du das? Mir ist nicht klar mit welcher Bedeutung die Begriffe "Persönlichkeit" und "Identifikation" von dir hier verwendet werden …
            Danke.

            Gruß
            Cristian

          2. Gewahrsein

            Hallo Cristian,

            ich gelobe, in Zukunft noch klarer und noch praxisorientierter zu schreiben 😉 All die Theorie hat zwar ihren Platz, letztlich macht es aber manchmal auch Sinn, innezuhalten und lieber an einer Blume zu riechen.

            Trotzdem beantworte ich gern noch deine Frage. Vielleicht als ein Experiment, um das Theoretische mit dem Praktischen zu verbinden, das werde ich in Zukunft versuchen.

            Überprüfe mal, in deiner eigenen Wahrnehmung: Dieser Moment ist eine Erfahrung für dich, nicht wahr? Nicht mehr als das. Eine Erfahrung. Dein Körper – eine Erfahrung. Deine Gedanken – eine Erfahrung. Die Welt – eine Erfahrung. Deine Gefühle – eine Erfahrung.

            Wenn deine Gefühle, deine Gedanken, dein Körper nur Erfahrungen sind: Für wen? Wer bist du? Was kommt vor der Erfahrung?

            Wer oder was ist das Subjekt, das all diese Objekte der Erfahrung wahrnimmt? Was ist Gewahrsein? Was ist Bewusstsein? Was ist dieser Raum, in dem alle Erfahrung auftaucht? Es ist fast verrückt, aber wir springen die ganze Zeit darüber hinweg, wer oder was eigentlich die Erfahrung macht – weil wir so sehr mit der Erfahrung selbst befasst sind.

            Das nenne ich Identifikation. Die Identifikaton mit Körper, Erinnerungen, Gedanken und Emotionen nenne ich Persönlichkeit – sie stirbt mit dem Körper, da wir im Tod unmittelbar erkennen müssen, dass wir offensichtlich nicht der Körper sind. Seele ist eine feinere Identifikation mit dem, was dann noch fortdauert.

            Ich denke, ich schreibe diese Woche noch einen Artikel über Präsenz – da können wir uns dann ja wieder treffen 😉

            Alles Liebe
            David

             

             

          3. Ein Lichtstrahl der Sonne

            Deinen Vergleich zur Seele David finde ich sehr gelungen:

            "

            Der Strahl ist nicht die Sonne und auch nicht die anderen Strahlen, er ist eigentlich gar nichts in sich, sondern nur durch die Sonne."

            Zum Thema Gott = Quelle = Tao oder wie man es sonst benennen möchte, fällt mir ein, daß Gott sich durch die Summe seiner Teile selbst erfährt.

            Passt zu deinem Vergleich zur Sonne. Also wenn zum Beispiel die Sonne = Gott wäre, so sind wir die Strahlen die von Ihm/Ihr ausgehen.

             

            Wunderbar hier zu lesen, ich danke Euch allen für die angenehme Energie die hier aus den Worten fließt die uns zum besseren Verständnis und zur Erkenntnis führt.

            Herzliche Grüsse

            Esther

             

  2. „Helping hand“ aus gegebenem

    "Helping hand" aus gegebenem Anlass? 😉   So oder so, vielen Dank – wieder ein Schubs für mich, dranzubleiben….

    Alles Liebe

    Beate

    1. Schubs

      Hallo Beate,

      nein, das kam einfach so. Ich experimentiere gerade damit, einen möglichst einfachen "Prozess" zu finden, mit dem man arbeiten kann und der sich möglichst vielseitig einsetzen lässt. Dieser hier klappt für die meisten Menschen scheinbar ganz gut, wenn man ihn ein bisschen für sich modifiziert.

      Alles Liebe

      David

  3. Frage

    Hallo David …. ich heiße Tanja und bin Jahrgang 75 

    ich beschäftige mich seit Jahren mit mir und dem sogenannten Erwachen…da ich irgendwann der Meinung war das was ich sehe kann nicht alles sein…

    ich habe viel gelesen …reingefühlt ..es für mich angenommen oder abgelehnt

    obwohl vieles für mich sich wahr angefühlt hat…war es aber…mmh wie erkläre ich das…es war wahr , aber es war nicht für mich….anders kann ich es nicht erklären!

    Seit ich auf der Welt bin…bzw…von dem Moment an den ich mich noch bewusst erinnern kann

    fühle ich mich fremd auf der Erde….als ob mich jemand in einen Film gebeamt habe und ich das Drehbuch nicht kenne

    oder noch eher als wäre ich Ausserirdisch…wurde hier abgesetzt und hab keine Ahnung was ich hier soll….es ist mir alles so fremd…so unecht….so schmerzhaft und egal wie lange ich hier bin…irgendwie nicht weiter gekommen ….hab es immer noch nicht verstanden.

    die esoterische Welt hat es mir ein wenig leichter gemacht gewisse Dinge nach zu vollziehen

    aber wundere mich weiterhin warum hilft das nur anderen etwas zu ändern…warum steh ich immer noch hier…mehr oder weniger unfähig und gelähmt.

    ich hab eine ziemlich besch….Kindheit hinter mir…die dazu geführt hat das mir viele Jahre Erinnerung fehlen und durch mehrere längere Traumatas natürlich viel Abspaltung und Blockaden…habe mein Wahrnehmen dieser Welt darauf zurückgeführt…aber bin da auch nicht wirklich viel weiter gekommen…

    ich schaffe es nicht mehr zu Vertrauen und trotz einiger Veränderungen in mir und obwohl ich fürchterlich einsam bin habe ich kein Bedürfnis mich wieder auf die Menschheit einzulassen…da ist noch zuviel großer Schmerz und ich hab nur gedacht toll…jetzt werden mehr oder weniger alle aufsteigen und ich bleib alleine in der Sch… sitzen weil ich zu doof bin all diese Dinge durch zu ziehen!

    Bin "zufällig" auf deine Geschichte SternenSeelen gestossen…puuh..da gingen die Tränenschleusen auf und es fühlte sich an als ob das erste Mal auf der Erde etwas wirklich mit mir zu tun!

    Vielleicht gibt es doch irgendwo einen Weg für mich…

    alles Liebe Tanja

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