Das Kind in mir

Alles begann wohl damit, dass meine Tochter in mein Leben getreten ist. Dieses kleine hilflose Wesen, voller akuter Bedürfnisse, impulsiver Gefühlsausbrüche, nächtelanger Wachphasen und mit zunehmendem Alter auch mehr und mehr ausgestattet mit einem enormen Potential an eigener Willenskraft, führte mich lange Zeit fast täglich an meine Grenzen. Es dauerte viele Monate, bis ich realisierte, dass der Kampf, den ich mit ihr führte, wann immer meine Bedürfnisse mit ihren kollidierten, in Wahrheit ein Kampf gegen mich selbst ist. Dass, wann immer ich versuche, ihre Gefühlsausbrüche einzudämmen, die spontane, laute Äußerung ihrer Bedürfnisse als lästig und störend empfinde und mich genervt und überfordert fühle, ich in Wahrheit einem Teil in mir mit derselben Ignoranz und demselben Unverständnis begegne. Dieser Teil in mir ist mein Inneres Kind.

 

Die Verbannung

Es ist schon ziemlich lange her, dass ich das erste Mal mit dem Begriff „inneres Kind“ konfrontiert wurde, es war während meines Studiums, zu einer Zeit, die ich heute eher als „geistiges Wachkoma“ bezeichnen würde, was zumindest auf meinen Kontakt zu mir selbst absolut zutrifft. Für mich war es total abstrakt, mir eine Instanz in mir vorzustellen, die all meine kindlichen Aspekte darstellt, und wohl möglich noch mit dieser Instanz in irgendeiner Form Kontakt herzustellen, war für mich nicht nachvollziehbar.

Erst im Nachhinein betrachtet wurde mir zunehmend klarer, dass ich diese Instanz in mir schon vor langer Zeit mundtot gemacht und dorthin verbannt hatte, wo ich sie weder sehen, noch hören musste. Die Gefühle dieses Kindes von damals, dass mit all seinen nicht gesehenen Bedürfnissen und Wünschen weiter existiert, wären zu schmerzhaft gewesen, um mich ihnen zu stellen. Eine Konfrontation damit habe ich immer vermieden, um all den traurigen Erinnerungen, den Verlust des eigenen Wertgefühls, den verlorenen Glauben an mich selbst nicht nochmals durchleben zu müssen. Ich habe dieses kleine Kind und seine Geschichte so sehr aus meinem Leben verbannt, dass ich viele Jahre meines „Erwachsenenlebens“ keine oder kaum Erinnerung an Kindheitserlebnisse hatte, dass umfasste einen Zeitraum von mehreren Jahren. Bezahlt habe ich diesen Kontaktabbruch mit einem nicht definierbaren Gefühl von Leere, von Heimatlosigkeit, einem Mangel an Freude, Ausgelassenheit und Kreativität. Einen Teil meines Herzens habe ich vor mir selbst mit Mauern geschützt.

 

Eine eins-zu-eins Spiegelung

In diesem Zustand begegnete mir meine Tochter. Sie, die mich mit all ihrem kindlichen Potential, mit ihren ungefilterten Gefühlsausbrüchen, ihren hemmungslosen Heulattacken, mit der Einforderung ihrer sofortigen Bedürfnisbefriedigung wieder erinnerte. Zunächst war es nur ein dumpfes Gefühl von Schmerz. Das da mal was in mir war, vor langer Zeit. Wie ein Traum, an dem man sich am nächsten Morgen nur noch bruchstückhaft erinnert. Ich war einmal selber Kind! Ich wollte nicht hinschauen, habe mich mit Händen und Füßen gewehrt, diese Bastion von Erinnerungen wach werden zu lassen, habe geweint, gezetert, gewütet, habe lieber meine Tochter von mir weg geschoben und mein Herz geschlossen, als diesen Schmerz zuzulassen, den das Kind in mir mitbringen würde.

Es hat lange gedauert, aber irgendwann habe ich den Kampf aufgegeben. Meine Tochter hat nicht locker gelassen und ich habe los gelassen. Und damit kam die Einsicht. Meine Tochter symbolisiert mein inneres Kind. All meine Reaktionen auf ihre Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle sind ein Wegweiser dafür, wie ich mit dem Kind in mir umgehe. Es ist fast wie eine Familienaufstellung in der Familie. Wann immer meine Tochter Wut und Agression in mir auslöst, ist der Erwachsene in mir tatsächlich wütend auf das Kind in mir. Wann immer ich nur noch will, dass sie endlich still ist, will ich in in Wahrheit das Kind in mir ruhig stellen. Wann immer ich ihre Ausgelassenheit ausbremsen will, ihr ungezügeltes Temperament in einen Käfig sperren möchte, tue ich dasselbe mit diesen Anteilen in mir.

Und wann immer ich meiner Tochter in Liebe, Hingabe und Annahme begegne, fühle ich dasselbe für das Kind in mir. Ich begann langsam zu begreifen, dass der Weg zu meiner Tochter, zu ihrem Herzen, nur über den Weg zu meinem inneren Kind führt. Dass all die Momente, wo ich nur Leere und Gefühlskälte empfand, eine einmalige Chance zu inneres Heilung boten. Dass meine Tochter zu mir gekommen ist, um zu heilen und zu befreien.

 

Das Kind nach Hause holen

So begann ich langsam und zaghaft, einen ersten Kontakt mit diesem kindlichen Wesen in mir zu knüpfen, während ich meditierte. Ich konnte sehen, wie es völlig apathisch, depressiv und ohne die geringste Regung in einer Ecke saß und sich weigerte, mich anzuschauen. Das ging eine ganze Zeit lang, aber umso öfter ich mich um diesen Kontakt bemühte, umso weicher wurde die Energie zwischen uns. Ich konnte mehr und mehr fühlen, was sie fühlte. Ich konnte meine eigene Enttäuschung wahr- und annehmen, dass sie sich dem Kontakt verweigerte. Eines Tages blickte sie mich direkt an. „Warum so lange?“ stand in ihren Augen geschrieben. Und da ging ich einen Schritt auf sie zu und nahm sie wortlos in den Arm. Wir umarmten uns eine halbe Ewigkeit. Es fühlte sich unglaublich an, die Tränen flossen in Bächen aus mir, es war wie ein nach Hause kommen. Ein längst vergessenes Gefühl von Vereinigung, das Gefühl, etwas wieder gefunden zu haben, was ich so lange schon voller Sehnsucht vermisst habe, so sehr, dass ich es gar nicht mehr bemerkte. Die Wochen und Monate danach ist es zu einem täglichen Ritual für mich geworden, dieses Mädchen in mir zu besuchen. Wir begannen zu reden, nach so langer Zeit. Erinnerungen kamen zurück, die ich vor vielen Jahren verloren hatte. Schönes und Schmerzhaftes. Sie durfte alles auspacken. Ich öffnete mein Herz mit jeder Begegnung mehr für all das, was sie ist.

Im Laufe der Zeit veränderte sich unsere Verbindung. Anfangs habe ich einfach nur versucht, Vertrauen zu schaffen. Dann servierte mir das Leben auf magische Art und Weise in Fließbandgeschwindigkeit eine Situation nach der anderen, die all die alten, angestauten Emotionen des Kindes in mir berührten. Als ob da einer gewartet hätte, dass wir uns endlich aussöhnen. Jede dieser Situationen ermöglichte es mir, den Kontakt zu dem Kind zu intensivieren. Mein Kind führt mich immer wieder hin zu der Wurzel der jeweiligen Emotion. Ich erlebe dann das Geschehene nochmals, das diese bestimmte Emotion erschaffen hat, ich sehe es wie ein Theaterstück vor meinem inneren Auge. Ich kann auf tiefe und ehrliche Weise fühlen, was das Kind in mir in diesen prägenden Momenten meiner Kindheit gefühlt hat, wie einsam, verloren, missverstanden, entwertet, wütend, allein gelassen sie sich gefühlt hat. Unsagbar viele Tränen konnten endlich geweint werden. Was für eine tiefe Erleichterung. Ich fühle mich danach oft, als ob sich ein weiterer Korken aufgelöst hat, der meine Lebensenergie so lange verschlossen hielt. Das wahrlich heilende ist, dass ich nun an der Stelle aktiv werden kann, an der die Protagonisten meiner Kindheit es nicht besser wussten. Ich kann all das aus agieren, was ich mir damals so sehr gewünscht hätte, was ich so sehr gebraucht hätte und doch so schmerzlich entbehren musste.

 

Von der Verbannung zu tiefer Freundschaft und neuem Selbstausdruck

Ich kann tatsächlich die Geschichte meiner Kindheit auf eine magische Weise neu schreiben. Ich hätte nie für möglich gehalten, welch unglaubliches Heilungspotential in dieser Freundschaft zu meinem inneren Kind verborgen liegt. Unser Verhältnis entwickelt sich immer weiter. Mit der Zeit wurde sie mir zu einem ehrlichen und liebevollen Ratgeber. Mittlerweile ist es so, dass ich oftmals am Tag Zwiegespräche mit ihr halte, meist nur ganz kurz, und doch erwächst mir daraus oft eine völlig neue Sichtweise auf die Dinge des Lebens. Meist ist diese von der Klarheit und Offenheit geprägt, die unsere Kinder mitbringen und die uns unser Ego-Verstand versagt.

So lange ich mich erinnern kann, habe ich mir gewünscht, kreativ sein zu können, gestalten zu können, irgendetwas mit meinem Herzen und meinen Händen erschaffen zu können – etwas, was mich die Zeit vergessen lässt. Immer, wenn ich irgendwie auch nur ein wenig aktiv wurde in diese Richtung, meldete sich diese leise Stimme in mir, die sagte: “Das kannst du sowieso nicht, fang es gar nicht erst an. Überlasse das denen, die es können.“ Erst durch den intensiven Kontakt zu meinem inneren Kind konnte ich diesen so tief sitzenden und in so vielfältiger Hinsicht blockierenden Glaubenssatz auflösen. Ich konnte fühlen, wo und wie er entstanden ist, ich konnte dem kleinen Kind in mir endlich die Aufmerksamkeit, das Lob, die Anerkennung geben, die sie damals für ihre ersten kreativen Versuche nicht erhalten hat. Heute sagt sie mir, was sie gerne erschaffen möchte, welche Materialien sie dafür braucht. Ich bin selbst immer noch völlig erstaunt von dem Mut und der Ideenvielfalt, die sich da in mir zeigen, so viele Jahre war an dieser Stelle nur gähnende Leere und Apathie. War ich früher, wenn ich dann doch mal ein Bild malte, ein vernichtender Selbstkritiker, kann ich heute eine tiefe, echte Freude und Anerkennung für das empfinden, was da aus meiner Hand entstanden ist.

Neben diesen umfassenden Heilungsprozessen ist für mich ein unglaublich wertvoller Aspekt die Verbindung zu meiner Tochter, die einen tiefen Wandel vollzogen hat. Umso näher und liebevoller der Kontakt zu meinem inneren Kind wurde, umso mehr konnte ich mein Herz für meine Tochter öffnen. Mittlerweile empfinde ich eine freie Liebe, Achtung und Wertschätzung für dieses zauberhafte Wesen, die ich nicht in Worte fassen kann. Sie hat auf solch subtile und eindringliche Weise an den Grundfesten meines Lebens gerüttelt, das ich nur voller Dankbarkeit und Liebe auf all die Prozesse zurückblicken kann, die durch sie losgetreten wurden. Unsere Kinder sind einmalige Schlüssel zu Selbsterkenntnis und Heilung – wenn wir den Mut haben, hin zuschauen. Ich wünsche mir das sehr – für uns und für unsere Kinder.

 

Bilder:

Kind1 some rights reserved by Pink Sherbet Photography D. Sharon Pruitt+ Add Contact

Kind2 some rights reserved by Feggy Art

6 Kommentare zu „Das Kind in mir“

  1. Ich sehe dich

    Wunderschön authentisch und mutig

    Liebe Jasmin,

    vielen Dank für deinen Beitrag – dieser hat mich sehr berührt! Nicht zuletzt deshalb, weil ich genau die gleiche Erfahrung gemacht habe. Ich war seelisch total betäubt von meinem Alltag – 16 Stunden Arbeit waren für mich normal. Eine beruftliche Herausforderung nach der anderen – ich hatte kein Privatleben mehr – wollte auch keines! Dann perfektes göttliches Timing – meine Tochter wurde geboren und nichts war mehr so wie es einmal war! Totales Chaos, Depressionen und Gefühllosigkeit waren die Folge. Ich war total überfordert – wenig Verständnis anderer im eigenen Umfeld. Wer will schon hören, dass man Mühe hat mit den Gefühlen zum eigenen Kind!? Tabuthema Nr.1 – und es ist verdammt mutig hier offen und ehrlich die eigenen Gefühle zu äussern und dazu zu stehen!

    Die ersten zwei Jahre war ich komplett im Sumpf stecken geblieben. Habe den Umständen die Schuld für mein Empfinden und meinen Frust gegeben. Dann folgte irgend wann Schritt für Schritt die Erkenntnis, dass ich allein die jenige war – die alles auslöste. Das es eben auch meine nicht aufgearbeiteten Kindheitserlebnisse waren – die mich in diese Isolation sperrten. Speziell Äusserungen meiner Mutter – warfen mich gnadenlos in meine Kindheit und in meine alten Muster zurück und ich wollte einfach nur fliehen….fliehen vor mir selbst!

    Ich habe mich dem gestellt – gnadenlos gestellt – verbunden mit sehr grossen Schmerzen und Phasen tiefer Depression. Ich habe die Vergangenheit akzeptiert – denn sie hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Alles hat seinen tiefen Sinn und Zweck! Und ich spüre noch heute diese Emotionen in mir – aber ich drücke sie nicht mehr einfach weg.

    Erst als ich dem Blick in den Spiegel stand halten konnte – konnte ich auch das Herz für mein Kind öffnen! Man muss nicht vollständige Heilung erfahren haben um dies tun zu können. Und ich möchte allen die Illusion nehmen, dass eine zündende Erkenntnis mit einem Knall alles auflösen würde. Das ist es eben nicht – es ist ein langer beschwerlicher Weg – ein Prozess der Zeit braucht!

    Ich finde es immer wieder extrem erleichternd – wenn man auf Menschen trifft, welche Ähnliches erfahren durften. Das macht Mut und gibt Kraft – denn letztendlich geht es immer um das selbe – seine Muster und Schmerzen aufzulösen.

    Vielen Dank dafür 🙂

    Herzliche Grüsse

    Kerstin

    1. Tabus erschaffen Isolation und fördern Verdrängung

      Liebe Kerstin,

       

      hab vielen Dank für dein herzliches Feedback. Ich weiß genau wovon du sprichst, wenn in diesem Zusammenhang das Wort "Tabu" fällt.

      Es gibt wohl wenig, was mehr Unverständnis hervorruft, als eine Mutter mit einem Säugling, die nicht wirklich viel mit selbigem anfangen kann. Die Gesellschaft baut schon im Vorfeld ein so enormen Druck auf die werdende Mutter auf – man wird zugemüllt mit tausenden Zeitschriften, die nur stahlende, liebende und glückliche Mütter zeigen- dass Frauen, die nach der Geburt nicht diese Erwartungen an bedingungsloser Mutterliebe und vollständiger Hingabe (Tag und Nacht) erfüllen können, ganz schnell isoliert werden und in ein ziemlich tiefes Loch fallen. Es dauert nicht lange, und sie sind seelisch und körperlich ausgebrannt. Selbst in Mutter-Kind-Cafes oder offenen Müttertreffen wird dieses Thema tot geschwiegen. Und doch gibt es meiner Meinung keinen krasseren Zeitpunkt im Leben einer Frau, als die Konfrontation mit der Bedürftigkeit und der grenzenlosen Hilflosigkeit eines kleinen Babys. Wer vorher nicht seine innere Leere wenigstens ansatzweise erkannt und begonnen hat, zu heilen, kann nicht ohne weiteres einen Kontakt in bedingungsloser Mutterliebe und tiefer Nähe zu seinem Kind herstellen, schon gar nicht von heute auf morgen.

      Diese kleinen Wesen offenbaren so schonungslos und ohne Filter unsere emotionalen Bruchstellen und die toten Winkel unserer Seele, dass ganz schnell klar wird, entweder ziehe ich zum Teil eine Mauer zwischen mir und dem Kind hoch bzw. öffne mich erst gar nicht oder ich schaue all die nicht gesehenen, die traurigen und schmerzhaften Momente meines Lebens an, die da immer wieder getriggert werden-oftmals durch das Tal der Tränen. Nur wenige haben bisher den Mut, letzteren Weg zu beschreiten. Die Isolation und Abwertung durch die Gesellschaft, der nicht vorhandene Raum für all die Mütter, denen ihre eigene Kindheit und ihre eigenen Traumatas um die Ohren fliegen, während sie einen Säugling versorgen müssen und sich in ihre neuen Rolle finden müssen, trägt leider einen grossen Anteil daran.

      Ich wünsche mir von Herzen einen offeneren und ehrlicheren Austausch über unsere Erfahrungen mit der Elternschaft, über die Spiegelungen durch unsere Kinder und über unsere ganz individuellen Prozesse und ich danke dir für deine Offenheit, mir deine persönliche Geschichte zu erzählen.

      Liebe Grüsse

      Jasmin

  2. Das innere Kind!

    Liebe Jasmin!

    Ich danke Dir herzlich für Deinen Beitrag. Ich bin jetzt noch völlig aufgewühlt und fühle mich betroffen – und somit – betrifft es mich auch sicherlich. Meine Tränen konnte und wollte ich nicht zurückhalten.

    Ich bin jetzt 47 Jahre alt und habe einen erwachsenen Sohn. Seit mehr als 10 Jahren beschäftige ich mich mit der Annahme und Auflösung von Mustern und habe diverse Seminare sowie gefühlte 1000 Bücher gelesen, habe es mit DVDs, CDs und Meditation versucht :-). Ich warte immer noch auf Erlebnisse, wie Du sie geschildert hast. Nämlich das Einswerden mit dem inneren Kind, totale Annahme von allem was IST und zu seinem eigenen Potental zurück finden…!

    Wenn ich darüber nachdenke, wie mein Sohn als Säugling war und in welchen Bereichen er mich hätte spiegeln können, verblassen bei mir die Erinnerungen. Wahrscheinlich habe ich die Chance auf Grund von Unwissenheit nicht genutzt.

    Da das Spiegelgesetzt zu jeder Zeit existiert und sicherlich bei mir anklopft, muss ich die Hoffnung auf Heilung bestimmt nicht aufgeben.

    Was kann ich tun, um Antworten aus meinem Herzen zu bekommen und wie kann ich Hinweise/Spiegelungen für mich richtig deuten?

    Ich wünsche Dir viel Sonne im Herzen und freue mich auf Antwort!

    Sunshine65

     

     

     

    1. Herzensantworten

      Liebe sunshine….

      ich glaube, für mich ist es eine solch bahnbrechende Erkenntnis gewesen, zu begreifen, dass NICHTS im Leben Zufall ist. Das jede Seukunde, jede noch so kleine Begebenheit, die mich in irgendeiner Form berührt, mit mir zu tun hat. Die Antworten, die Deutungen erlange ich auf der Gefühlsebene. Ich frage mich, welche Gefühle wurden gerade durch die Handlung oder die Begebenheit in mir ausgelöst? Das Gefühl bzw. oft sind es ja eher Emotionen, welche in mir getriggert werden, geben mir meist genau Antwort, was ich mir gerade wünsche, was ich mir selbst geben sollte, wo ich falsch abbiege oder den Fluß meines Lebens durch alte Verhaltensmuster blockiere. 

      Viel mehr ist es für mich nicht. Die Sprache meiner Seele sind Gefühle. Wenn ich diesen in Stille und Herzensoffenheit begegne, geleiten sie mich an die richtigen Punkte. Dann erscheint eine Erinnerung, ein Bild, ein bestimmter Satz erklingt immer wieder. Es ist wie ein Puzzle. Und oftmals, wenn ich mich wirklich entschieden habe, mich mir selbst zuzuwenden, begegnen mir im Außen gehäuft Situationen, die eindeutige Impulse setzen.

      Es ist nicht jedermanns Sache, aber mir hat es sehr geholfen, zu schreiben. Immer, wenn ich merke, ich hänge fest in einer Endlosschleife nehme ich mir die Zeit, setze mich hin, formuliere im Geiste meine Frage oder mein Anliegen und schreibe dann drauf los. Immer, wirklich immer habe ich hinterher eine enorme Klarheit in Bezug auf die jeweilige Situation und ich kann auch immer etwas loslassen, was nicht mehr zu mir gehört. Ich schreibe einfach drauf los, ähnlich dem intuitiven Schreiben, ohne Zweck und Richtung und nach ein paar Minuten "formt" sich ein oder mehrere Themen wie von selbst. Vielleicht ist das ja was für dich.

      Meine Erfahrung ist, umso mehr ich im Außen (DVD`s, Bücher, Seminare etc.) verzweifelt nach Antworten gesucht habe, umso mehr war ich verwirrt und habe schnell die Hoffnung und Lust verloren. Erst wenn ich mich mir selbst zugewandt habe, offen und ehrlich, bereit, mich selbst ohne Beschönigungen anzusehen, wenn ich Antworten ausschließlich in mir gesuchte habe, habe ich Klarheit gefunden. Oft sind dananch auch Dinge von Außen gekommen, ein Bestimmtes Buch, ein berührender Artikel, aber ohne, dass ich verkrampft Suchen musste.

      David hat auch einen schönen Artikel über das Spiegelgesetzt geschrieben, vielleicht sind auch da noch Anregungen für dich dabei: http://den-weg-gehen.de/das-spiegelgesetz

      Von Herzen alles Liebe für Dich und vielen Dank für Deine Offenheit!

      Jasmin

       

       

      1. Liebe Jasmin!
        Herzlichen Dank

        Liebe Jasmin!

        Herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort und die hilfreichen Anregungen.

        Letztes Wochenende habe ich ca. 90% der Beiträge eurer Homepage gelesen, u. a. auch der Beitrag über das Spiegelgesetz. Toll!

        Das es keine Zufälle gibt, davon habe ich gehört *smile* – manchmal – nach einiger Zeit macht es dann auch bei mir Klick und kommt dann mit einem 'ach soooo'  bei mir an :-).

        Schreiben finde ich auch klasse. Das habe ich in der Vergangenheit oft gemacht und ist jetzt ein wenig in den Hintergrund geraten. Ich habe damals meine Gefühle zu Papier gebracht, allerdings nicht mit der Intention Antworten auf gestellte Fragen zu erhalten. Ich danke Dir, für die Anregung meine Fragen schriftlich zu formulieren, um somit ggf. Antworten zu erhalten. Ich werde das auf jeden Fall versuchen.  

        Antworten im Außen durch Bücher, DVDs, Seminare…. zu erhalten, halte ich mittlerweile auch als hoffnungsloses Unterfangen. Allerdings mag ich die Anregungen, wünschte mir aber manchmal mehr "Werkzeug" um die genannten Anregungen umsetzen zu können.

        Als Beispiele: *Loslassen*, *einfach das Herz öffnen*, *verbinden mit dem höheren ICH/Quelle*, *einfach SEIN* – JA, das ist ganz prima – würde ich gerne machen – aber WIE???

        Durch die ständige Suche, entstand bei mir eine Sucht auf diese Bücher und andere Medien. " Irgendo musste es doch eine Antwort geben".

        Wahrscheinlich bin ich wirklich zu verkrampft und ungeduldig an die Sache herangegangen. Jetzt weiß ich,  dass alle Antworten in mir zu finden sind. Manchmal fehlt mir nur noch der richtige/passende Öffner :-).

        Was aber total prima bei mir funktioniert, ist das vermehren von Dankbarkeit.  Wenn ich mich oft bendanke, sei es für kleine oder große Dinge, also wirklich Dankbarkeit empfinde, dann erhalten ich vom Universum viele schöne Momente – für die ich dann wieder Dankbarkeit empfinden darf.

        Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende mit vielen, schönen Momenten!

        Lieber Gruß von Sunshine65

         

  3. Danke! Deine Geschichte hat

    Danke! Deine Geschichte hat mich sehr berührt und hilft mir, mein Inneres Kind zu erkennen. Auch mein Sohn spiegelt mich.

    Vielen Dank, dass ich auf diese Seite gestoßen bin!

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